About
Die Homepage zum Hashtag #SchauHin, das Anfang 2013 gegen (Alltags-)Rassismus im deutschsprachigen Raum entstanden ist.
Zur Geschichte von #SchauHin:
Am 2. September 2013 lud die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin Jamie Schearer, Kübra Gümüşay und Sabine Mohamed zum Thema “Rassismus & Sexismus abbloggen” ein. Thema waren die beiden großen Sexismus- und Rassismus-Debatten des Jahres 2013, sowie deren Thematisierung auf diversen Internetplattformen. Klar wurde: Während die Sexismus-Debatte große mediale Aufmerksamkeit genoss, insbesondere im Internet, hatte die Diskussion um die Sichtbarkeit der Geschichten von Menschen, die in Deutschland täglich mit Rassismus konfrontiert sind, noch keine Plattform erhalten. Es entstand die Idee des Hashtag SchauHin. Er sollte die Erfahrungen von Alltagsrassismus sammeln und aufzeigen, dass Rassismus in Deutschland nicht ausschließlich rechtsradikale Formen annimmt. Schnell wird #SchauHin via Twitter, Facebook, und medialer Aufmerksamkeit Teil einer öffentlichen Debatte und noch viel wichtiger: die Betroffenen sprechen, tweeten, kommentieren selbst. Ihre Geschichten sind ein Mosaik der Debatte rund um Rassismus in Deutschland geworden. Sie zeigen, wo wir stehen und wohin wir gehen. Alltagsrassismus wurde zum Thema.
Doch hier hört unsere Arbeit noch längst nicht auf! Denn Alltagsrassismus ist mehr als ein paar “Einzelfälle”, in denen uns von unbekannten Menschen dreist in die Haare gefasst wird, oder wir uns ständig für unsere “wahre Herkunft” rechtfertigen müssen. Über Alltagsrassismus zu sprechen bedeutet auch über strukturellen Rassismus zu sprechen, der u.a. auf kolonialrassistischen Machtverhältnissen basiert. Alltagsrassismus führt diese Machtverhältnisse und rassistisches Gedankengut, oft auf vermeintlich harmlose oder gar unsichtbare Weise, fort und Rassismus wird somit salonfähig gemacht. In unserer Arbeit wollen wir darum immer wieder darauf hinweisen: Alltagsrassismus kann nicht alleine stehen. Er hat seine Wurzeln im strukturellen Rassismus, ist daher unbedingt als solchen zu kennzeichnen und bedient sich vieler weiterer Diskriminierungsformen. Diese Zusammenhänge wollen wir in der Gesellschaft thematisiert sehen und leisten dazu durch unsere Arbeit einen wichtigen Beitrag.
#SchauHin heute: Wer sind wir? Was denken wir? Wie arbeiten wir?
Wir sind ein Zusammenschluss von PoC, Schwarzen Menschen, Muslim_innen, Jüd_innen und kommen aus den Bereichen Journalismus, Sozialwissenschaften, Kunst und gesellschaftlichem Aktivismus. In- und außerhalb der Gemeinschaften, denen wir uns zugehörig fühlen oder angehören und die wir repräsentieren, setzen wir uns für soziale und politische Bildung ein und möchten andere von Rassismus betroffene Menschen bei ihrem Empowerment*-Prozess unterstützen und allgemeine Solidarität schaffen.
Unsere anti-rassistische Arbeit berücksichtigt vor allem auch die Mehrfachdiskriminierung* von rassifizierten* Menschen und findet insbesondere an der Schnittstelle von Offline- und Online statt. Dort schaffen wir neue Räume für Debatten, Bildung und Empowerment und wollen Betroffene erreichen, die sich in ihrem gewöhnlichen Umfeld sonst nicht zu ihren Erfahrungen äußern können, weil sie häufig auf Unverständnis stoßen. Doch was wir machen ist nicht neu. Mit unserer Arbeit wollen wir auch jene Organisationen unterstützen, die schon seit langem im Anti-Rassismusbereich arbeiten.
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